Projektbericht Altenpflege
von Barbara Kienecker (in Ausbildung zur Altenpflegerin)
Ich besuche seit September 2006 die Lehranstalt für Soziabetreuungsberufe in Bregenz und absolviere während meiner Ausbildung verschiedene Praktiken. Seit Oktober 2006 arbeite ich im Sozialzentrum St. Vinerius in Nüziders.
Im Rahmen des Sozialpflegepraktikums sollte ich innerhalb von 400 Stunden ein Projekt starten. Ziel dieses Projektes ist, dass es Spuren hinterlässt und es sich auch nach Beendigung meiner Ausbildung in den Alltag des Heimes eingliedert.
Nach langen eigenen Überlegungen und Gesprächen mit der Heimleitung kam mir die Idee, einen Therapiehund in unser Heim zu holen. Auch aus dem Grund, da einige unserer HeimbewohnerInnen früher eigene Haustiere hatten und sich über gelegentliche Besuche eines Hundes sicher sehr freuen würden.
Ich musste gar nicht lange suchen um ein geeignetes Therapiehundeteam zu finden. Sabine Jacobi und meine Familie sind schon seit vielen Jahren miteinander befreundet. Sie und ihre Hündin Sina sind ein eingespieltes Therapiehundeteam. Es hat mich sehr gefreut, dass die beiden mich bei meinem Projekt unterstützen werden.
Schon bei der ersten Schnupperstunde mit Sabine und Sina war mir klar, dass einige unserer HeimbewohnerInnen riesigen Spaß mit dem Hund hatten. Sie wollten gleich wissen, wann der nächste Besuch stattfindet.
Es gesellten sich sogar aus Neugierde einige HeimbewohnerInnen zu uns, die Hunden eigentlich skeptisch gegenüber standen.
Sina schaffte es, einige BewohnerInnen soweit aus der Reserve zu locken, dass viele lustige Gespräche zu Stande kommen konnten, zudem hörten wir viele Geschichten aus vergangenen Tagen.
Bei einem Schlaganfallpatienten können wir schon sehr schöne Fortschritte in seiner Feinmotorik beobachten. Er ist bereits in der Lage mit seiner eingeschränkten Hand Leckerlis zu nehmen und dem Hund zu geben.

Mittlerweile besuchen uns Sabine und Sina in regelmäßigen Abständen. Es ist zu einem fixen Bestandteil in unserer Pflegeplanung geworden. Die beiden werden von unseren HeimbewohnerInnenn jedes Mal schon sehnsüchtig erwartet.