Ausbildung
Unser Verein "Therapiehunde Mensch und Tier VHV" bildet seine Teams nach der Prüfungsordnung des Österreichischen Kynologenverbandes (ÖKV) aus.
Das bedeutet, dass zu allen anstehenden Prüfungen Therapiehunde-Richter des ÖKV anwesend sein werden um die Prüfungen abzunehmen.
Die Teams mit abgelegter Abschlussprüfung erhalten einen Einsatzausweis mit einer Gültigkeit von 15 Monaten. Danach findet eine Überprüfung der Teams statt. Nach bestandener Überprüfung, die auch wieder von Richtern des ÖKV durchgeführt wird, kann der Ausweis um weitere 15 Monate verlängert werden. Die bestandene Abschlussprüfung wird außerdem in das Leistungsheft des ÖKV eingetragen.
Durch die Ausbildung begleiten die Teams
- unsere drei ÖKV Trainerinnen Renate Rudig, Sabine Jacobi und Lalage Grasl, alle mit langjähriger Erfahrung als Therapiehundeführerinnen in allen Bereichen,
- Traude Baumann als Sprachheillehrerin, die seit 25 Jahren mit Kindern mit körperlichen- und geistigen Beeinträchtigungen arbeitet, und ihre Hunde regelmäßig im Unterricht einsetzt
- und Claudia Karl, Tierverhaltenstherapeutin.
Aufgliederung der Ausbildung
Für alle Teams in Ausbildung besteht jederzeit, nach vorheriger Absprache, die Möglichkeit, ein ausgebildetes Team zu einem Einsatz zu begleiten, um sich Eindrücke über die Arbeit mit einem Therapiehund zu verschaffen.
Jeder Hundeführer erhält zu Beginn der Ausbildung einen Ausbildungspass, in dem die Punkte 1 - 5 nach erfolgreichem Abschluss bestätigt werden. Dieser Pass ist bei der Abschlussprüfung den Richtern vorzulegen.
Jedes Team in Ausbildung sollte während der Ausbildung 3 Hospitationen und 3 begleitete Einsätze in verschiedenen Einrichtungen absolvieren. Die begleiteten Einsätze werden von der Begleitperson schriftlich beurteilt. Diese Unterlagen werden vor der Abschlussprüfung den Richtern übergeben.
1. Informationsabend oder persönliches Erstgespräch
An diesem Abend stehen Ihnen Trainer und fachlich kompetente Personen zur Beantwortung aller Fragen die Ausbildung betreffend zur Verfügung.
2. Eignungstest
bei diesem Test wird vorrangig das Wesen und die Toleranzgrenze des Hundes überprüft. Der Eignungstest ist bereits eine offizielle Prüfung, die von einem ÖKV Richter abgenommen wird.
Um mit der Ausbildung zum Therapiehundeteam beginnen zu können, muss eine bestandene BH Prüfung nachgewiesen werden.
3. Modul 1: Praxis
Das erste Modul beinhaltet 10 praktische Trainingsstunden. Diese gliedern sich auf in spezifisches Training, Unterordnung, Stadtgang und Besuch eines Einkaufszentrums (jeweils mit allen Teams) und Hospitationen in verschiedenen Institutionen.
Siehe dazu auch unser Ausbildungstagebuch.
4. Modul 2: Theoriewochenende
Unser Theoriewochenende findet jeweils einmal jährlich Mitte bis Ende Juni im kleinen Seminarraum des Sportzentrums in Telfs statt. 6 Referenten mit langjähriger Erfahrung in der Tiergestützten Therapie geben uns ihr Wissen über Folgende Themen weiter:
- Therapiehundearbeit mit Kindern
- Therapiehundearbeit mit Kindern mit körperlichen und geistigen Einschränkungen
- Geriatrie: Der alte Mensch mit seinen normalen und krankhaften Veränderungen im Alter
- Tierverhaltenspsychologie: Mensch - Hund Beziehung und das klassische Fehlverhalten in dieser
- Calming Signals
- Tierarzt: Erste Hilfe beim Hund, Entwurmungen, Impfungen, Homöopathische Behandlungsmethoden
5. Modul 3: Praxis
Bestehend aus 10 praktischen Trainingsstunden:
- Spezifische Übungen, die in den verschiedensten Einsatzbereichen angewendet werden können.
- Drei Einsätzen, die von jedem Hundeführer, nach genauen Informationen über die Klienten, selbstständig vorbereitet und von einer für die jeweilige Institutionen verantwortlichen Person und einer vom Verein bestimmten Person begleitet werden.
- Vorbereitung auf die Abschlussprüfung
Abschlussprüfung
Die Abschlussprüfung findet laut ÖKV Prüfungsordnung statt und wird auch von 2 Richtern des ÖKV abgenommen. Sie beinhaltet zum Großteil spezifische Aufgaben, welche in den verschiedensten Institutionen angewendet werden können. Es wird auch Augenmerk auf die Unterordnung des Hundes und das Handling des Hundeführers gelegt. Zudem werden während der Prüfung ca. 10 theoretische Fragen zu den am Theoriewochenende gehörten Themen gestellt.
Der theoretische Teil der Abschlussprüfung kann schriftlich oder mündlich stattfinden.
Nach der Abschlussprüfung
Die Therapiehundeteams müssen sich einer jährlichen Überprüfung durch den Verein Therapiehunde Mensch und Tier VHV unterziehen. Zu dieser Überprüfung muss auch ein vom Tierarzt ausgestelltes aktuelles Gesundheitszeugnis des Hundes vorgelegt werden.
Die Überprüfungen werden von 2 ÖKV Richtern abgenommen.
Der Therapiehund muss alle drei Monate entwurmt werden.
Dem Verein ist ein Versicherungsnachweis des Hundes vorzulegen.
Die TherapiehundeführerInnen sollten sich an den vom Verein angebotenen Fortbildungsveranstaltungen beteiligen.
Mitgliedschaft im Verein
ist Vorbedingung für die Inanspruchnahme der Ausbildungsangebote.
Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Jahr 40,00 € und für jedes weitere Familienmitglied die Hälfte.
Ausbildungskosten
1 kostenlose Schnupperstunde
Praktische Ausbildung:
10er Block à 150 €
Theoriewochenende:
150 €
Prüfungskosten
- Aufnahmeprüfung
35,00 € - Abschlussprüfung
50,00 € - jährliche Überprüfung des Hundes 20,00 €
Downloads zur Ausbildung
- Ausbildungsrichtlinien
des Vereins für die Therapiehunde-Ausblidung (pdf, 105kB) - ÖKV - Prüfungsordnung für Therapiehunde-Teams (pdf, 148kB)